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Eintracht Frankfurt – Tottenham Hotspur

Mittwoch. 21 Uhr. Waldstadion. Eintracht Frankfurt vs Tottenham Hotspur. Das zweite Heimspiel unser Eintracht Frankfurt in der Champions League und wir sind live und Farbe dabei. Was habe ich mich schon seit Wochen auf das Spiel gefreut und was hatte ich, nach den Ausschreitungen in Marseille zwischendurch Bammel gehabt, dass das Spiel ein Geisterspiel wird. Ist es nicht und das war gut so, denn mit 51500 Zuschauern war die Hütte ausverkauft. Wir saßen dieses mal im Block sechszehn, Reihe fünf. Fast am Spielfeldrand und seit langem mal wieder ein anderer Blick auf das Spiel.

Näher dran geht es fast nicht mehr. Viele fragten mich nach einem Tipp wie das Spiel ausgehen würde. Ich war mutig und setzte auf 3:2. Gut, hat nicht geklappt und mit einem unentschieden kann ich durchaus leben. Wobei ich auf drei Punkte und einem Sieg hoffte. Wird es doch schwer, wenn wir beim Rückspiel in Tottenham antreten müssen.

Die Choreo in der Kurve war zurückhaltender, als das letzte mal gegen Sporting Lissabon, bei der alle Fans im Stadion involviert waren.

Im Stadion ertönte die Champions League Melodie, die jedes mal bei mir für Gänsehaut sorgt.

Es folgte eine Schweigeminute für die Menschen in Indonesien, die bei einem Fußball Spiel ums Leben kamen. Ich hatte bis dato noch nie erlebt, das es im Stadion bei einundfünfzigtausend Fans, so still sein kann.

Zum Spiel will ich gar nicht viel erzählen. Da gibt es genügend Experten die das besser können. Insgesamt war es eine interessante Partie, bei der sich beide Seiten nichts schenkten und gut in die Zweikämpfe rein gingen. Man merkte den Tottenham Spielern an, das in der Premiere League robuster und mit viel Körpereinsatz gespielt wird. Das wir uns am Ende nicht mit einem wohlverdienten Tor belohnen konnten, fand ich extrem Schade. Muani kam nicht wirklich zum Zug. Auf der anderen Seite kam Kane, dank eines herausragenden Spieles von Hasebe, nicht zum Abschluss. In meinen Augen hat Götze als sicherer Passgeber in dem Spiel gefehlt. Rode macht das auch nicht schlecht, aber eben nicht so wie Götze.

Nach dem Spiel gab es noch einen Flitzer. Der sich am Ende den Ordnungskräften geschlagen geben musste. Das war schon irgendwie belustigend. Zumal es keiner dieser verdammten Ökoterroristen war, der meinte, sich an einem Torpfosten mit Kabelbindern binden zu müssen. Diese Gestalten können sich meiner tiefen Verachtung für immer sicher sein.

Wie immer wurden unsere Jungs nach dem Spiel gebührend gefeiert und erst dann, aber auch erst dann, geht der letzte Fan aus dem Stadion. So wie wir!

Eintracht Frankfurt – Tottenham 0:0

Frankfurt: Trapp – Tuta, Hasebe, Ndicka – Jakic, Rode (71.Pellegrini), Sow, Knauff – Lindström (88.Ebimbe), Kamada, Kolo Muani (57.Borre)
Tottenham: Lloris – Romero, Dier, Lenglet (79.Davies) – Emerson, Höjbjerg, Bentancur, Perisic (72.Sessegnon) – Richarlison (79.Gil), Kane, Son

Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: – / Lenglet, Höjbjerg, Kane

Schiedsrichter: Orsato (Italien)
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)

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