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Eintracht Frankfurt : RC Straßburg

Sonntag Abend 20:30 Uhr. Europa League Spiel im Waldstadion. Mit 47000 Zuschauern volle Hütte. Rückspiel gegen RC Strasbourg. Das Hinspiel noch mit 1:0 verloren hieß es alles oder nichts. Verlieren wir das Spiel, sind wir trotz der gewonnen Spiele gegen FC Flora Tallinn und FC Vaduz raus aus dem Europacup. Ob ich einen Gedanken daran verschwendet habe? Sicherlich. Wäre gelogen wenn nicht. Der Glaube an einen Sieg war weitaus größer.

Es ist jedes mal beeindruckend, wenn man auf seinem Platz ist und die Stadion Atmosphäre geniessen kann. Knapp fünfzigtausend Zuschauer die eine Wahnsinns Stimmung machen. Einen sehr großen Anteil daran hat die Nordwestkurve. Eine der stimmgewaltigsten und einfallsreichsten Fankurve in Deutschland. Ohne die Jungs dort wäre die Eintracht heute nicht da, wo sie aktuell ist. Danke!

Das Spiel war von Anfang an explosiv. Man merkte wie unsere Jungs unter Strom standen. Nicht zu vergleichen mit dem Hinspiel in Strasbourg. Voll auf Sieg eingestellt. Power Fussball über neunzig Minuten mit unbändigem Einsatz, Leidenschaft und Herzblut. Gespannt war ich vor allem auf Rebic, dem seine Leistungen mit dem ständigen Auf und Ab in den letzten Spielen immer ein Risiko waren. Nicht heute! Nicht an diesem Abend! Was hat der Kerl gekämpft und wurde leider gegen Ende der ersten Halbzeit mit einer roten Karte bestraft. Für viele vollkommen unverständlich. Eine gelbe Karte wäre im besten Fall vollkommen ausreichend gewesen. Nicht bei dem völlig überforderten Schiedsrichtergespann! Dabei wollte Rebic nur den Ball zu klären, traf versehentlich den Straßburger Torhüter und wurde dabei vom Platz gestellt. Ein absichtliches Foul ihm dabei zu unterstellen, wäre weit hergeholt.

Mit dem Stand von 1:0 durch ein Eigentor von Stefan Mitrovic in der 26. Minute ging es in die Halbzeit Pause. Nach Anpfiff dauerte es nicht lange und die ausgleichende Gerechtigkeit folgte in Form einer roten Karte gegen Dimitri Lienard (RC Strasbourg) nach einer Tätlichkeit gegen Dominik Kohr. Beide Mannschaften hatten jeweils nur noch zehn Mann auf dem Platz.

Als  Filip Kostic einen Freistoß in der 60. Minute unter die Latte hämmerte und damit das 2:0 erzielte, glich das Stadion einem Hexenkessel. Wir flippten komplett aus. Kaum sechs Minuten später knallte Danny da Costa das Ding zum 3:0 Endstand in den Kasten. Das Stadion bebte. Ich war nun schon auf zahlreichen Spielen unser SGE aber selten habe ich soviel Spannung, Dramatik, Erleichterung und pure Emotionen erlebt wie an diesem Abend. Der Weg war frei für Europa und das mit den besten Fans der Welt im Schlepptau. Europa, die Frankfurter kommen.

Die Auslosung für die nächsten Europacup Spiele unserer Eintracht sieht folgendermaßen aus: Arsenal London, Vitória SC und Standard Lüttich. Mit Arsenal London haben mir sicherlich den härtesten Brocken. Wenn wir aber so spielen wie gegen Strasbourg, dann werden wir auch diese drei Gegner schaffen.

Frankfurt: Trapp – Hinteregger, Hasebe, Touré – Kostic, Rode (90. Joveljic), Kohr (75. Fernandes), da Costa – Kamada – Rebic, Paciencia  (83. Gacinovic)                             

Straßburg: Sels – Kone (69. da Costa), Mitrovic, Djiku – Lienard – Lala, Carole – Martin, Thomasson (89. Bellegarde) – Zohi, Ajorque (88. Mothiba)

Tore: 1:0 Mitrovic (26./ET), 2:0 Kostic (60.), 3:0 da Costa (66.)
Gelbe Karten: Hintereger, Hasebe, Fernandes – Thomasson
Rot: Rebic (44.) – Liénard (55.)

Schiedsrichter: Grinfeld (Israel)      
Zuschauer: 47.000 (ausverkauft)   

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