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Eintracht Frankfurt : Union Berlin

Sonntag Spiel unser Eintracht gegen den Hauptstadt Verein Union Berlin. Union ist für mich persönlich ein Verein der in die 1. Bundesliga gehört. Ich komme ursprünglich aus Brandenburg und daher ist mir der Verein bereits seit meiner Kindheit gut bekannt. Auch wenn ich selbst nie Anhänger von Union war. Karten gab es mehr als genug, selbst am Spieltag noch. Obwohl 40000 Zuschauer zugelassen waren, kamen lediglich 24000 Zuschauer. Was ich persönlich Schade finde. Da unser Verein die Unterstützung der Fans mehr als nötig hat. Stimmung haben wir dennoch ausreichend gemacht und der Sieg war unser und damit ganz wichtige drei Punkte um uns weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen.

Eintracht Frankfurt hatte wie bereits am Donnerstag beim Spiel gegen Antwerpen seinen Fans ein Impfangebot gemacht. Dreihundert Fans konnte ihre Erst, Zweit- oder Booster Impfung mit dem Impfstoff BionTech oder Moderna verabreichen lassen. Das war gut gedacht von Eintracht aber mehr als miserabel umgesetzt. Zwei Zelte waren aufgebaut und am Anfang nur eine bis zwei Personen die die Spritzen verabreichten. Nun muss man wissen, dass man im rechten Zelt sich einen Zettel holen und mit seinen persönlichen Daten ausgefüllt werden musste. Erst dann konnte man sich beim linken Zelt in der wartenden Menge einreihen. Leider wurden da nicht so die Absperrgitter aufgestellt, das sich die Leute in einer Reihe anstellten. Statt dessen drängelten sich viele einfach vor, es bildeten sich zwei Warteschlangen und das sorgte wiederum für viel Ärger unter den Wartenden.

Wir waren zu zweit bereits 13:30 Uhr vor Ort und warteten im Endeffekt 2.20 Stunden um unsere Booster Impfung zu bekommen. Klar das war dadurch die komplette erste Halbzeit vom Spiel verpassten. Ärgerlich! Das hätte man seitens der Eintracht weitaus besser organisieren müssen und sollen. Zumal man bereits am letzten Donnerstag bei der gleichen Aktion schlechte Erfahrungen gesammelt hatte. Für was die Ordnungskräfte vor Ort eingesetzt waren, erschloss sich keinen von uns. Da sie meist an ihren Handys daddelten oder einfach Sinn-und Orientierungslos herum standen. Da hatte selbst eine Oma beim Bingo Abend mehr Action gezeigt als die. Ohne Worte.

Wenigstens konnten wir aus der Warteschlange heraus unseren Mannschaftsbus sehen und als im Stadion „Im Herzen von Europa“ gespielt wurde, hielten selbst viele in der Warteschlange ihren Schal nach oben und sangen lauthals mit. Das hatte schon seinen eigenen Charme muss ich zugeben.

Endlich im Wohnzimmer, gespritzt und mit dem dritten heißen Äppler in der Hand, an unserem Sitzplatz zu Beginn der zweiten Halbzeit angekommen. Stimmungsmäßig brannte die Hütte. Herrlich und das obwohl man unschwer erkennen konnte, dass viele Plätze auf den Rängen leer waren. Man muss sich eben nur in der richtigen Kurve seine Karten holen, da ist immer voll.

Der Elfmeter von Union unberechtigt. Den vorausgegangen war eine Aktion, wo selbst von unserem Platz klar erkennbar war, das der Ball vom Union Spieler klar im Aus gespielt und wieder auf dem Platz geholt wurde. Das hätte vom Linienrichter gesehen und gepfiffen werden müssen. Selbst ein Blinder mit Krückstock hätte das „gesehen“. Daraus entstand dann leider das Foul in deren Anschluss Kruse von Union den Ausgleich schoss. Wenn der Schiri mal wieder dem Gegner ein Tor schenkt. Mehr sage ich lieber nicht dazu. Zudem gab der Schiedsrichter Stegemann die gesamte Spielzeit ein schlechtes Bild ab. Beeinflußte den Spielverlauf immer wieder durch Fehlentscheidungen. Selten so einen schlechten Schiri gesehen.

Im weiteren Spielverlauf hatten man immer wieder den Eindruck, Union reicht ein unentschieden und sie sind zufrieden wenn sie mit einem Punkt die Heimreise antreten können. Ständig lag ein Union Spieler auf dem Rasen. Entweder wurden Krämpfe vorgegaukelt oder man fiel einfach mal hin, blieb minutenlang liegen, nach einem angeblichen Foul. Tat als ob man schwer verletzt ist, siehe Union Spieler Knoche, um dann kaum das man vom Platz runter war an der Seitenlinie entlang spurtete und den Schiri Zeichen gab das man wieder auf den Platz möchte. Wenigstens da ließ der Schiri den Spieler warten.

Unsere SGE machte weiter Druck. Fünf Minuten Nachspielzeit waren mehr als in Ordnung und das nutzte Ndicka nach einer Flanke von Kostic in den letzten laufenden Sekunden um das 2:1 zu machen. Sieg und drei Punkte für unsere SGE. Was ein wichtiges Tor. Was ein nervenaufreibendes Spiel. Ich bin um Jahre gealtert. Geflucht. Geschrien. Gesungen. Unsere Mannschaft lauthals angefeuert. Einen Tag danach keine Stimme. Alles richtig gemacht.

Einen Tag danach aber auch mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Dieses mal nicht vom Alkohol sondern von der Impfung. Kopf-und Armschmerzen (rund um den Einstich von der Spritze) und Schlappheit. Egal, Lebbe geht weiter!

Eintracht Präsident Peter Fischer hat sich unter die Fans gemischt. Selfies inklusive.

Frankfurt – Union Berlin 2:1 (1:0)

Frankfurt: Trapp – Tuta, Hasebe, Ndicka – Chandler, Jakic, Sow, Kostic, Lindström (77. Ache), Kamada – Borré (68. Paciencia).
Union Berlin: Luthe – Friedrich,  Knoche, Baumgartl – Khedira (58. Ryerson), Trimmel, Oczipka (90. Gießelmann), Haraguchi  (58. Becker), Prömel  – Awoniyi (76. Voglsammer), Kruse (76. Öztunali).
Tore: 1:0 Sow (22.), 1:1 Kruse (62./FE), 2:1 Ndicka (90.+5)
Gelbe Karten: – / Knoche, Prömel, Becker
Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)
Zuschauer: 24.000   

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